Margot Wallard
Oran
02.10.–26.11.2026
FOTOHOF Galerie
Kuratiert von Birgit Sattlecker
»Das Fotoprojekt »Oran« beginnt mit meiner Großmutter. Durch ihre Fotos, Briefe und Lebensfragmente kehrte ich an einen Ort zurück, den ich nie gekannt hatte, der mich aber dennoch innerlich prägte. Ihr Archiv wurde zum Ausgangspunkt – zu einem Weg, mich einer Geschichte zu nähern, die von Erinnerung, Abwesenheit und Weitergabe geprägt ist.«
Als Enkelin einer »Pied-Noir« (einer Bezeichnung der französischen Bevölkerung in Algerien während der gewaltvollen französischen Kolonialherrschaft 1830-1962) versucht Margot Wallard die Unbeständigkeit und Wandelbarkeit der Erinnerung widerzuspiegeln und sie durch eine neue Perspektive zu erweitern.
Bei ihren Besuchen in Oran zwischen 2018 und 2020 entdeckt sie die Stadt mit ihrer Kamera und trifft im Zuge ihrer biografischen Spurensuche auf eine neue Generation: präsent, komplex und selbstbestimmt. Dabei entstehen Porträtserien rund um das Bonbon Café, sie fotografiert Straßenszenen, urbane Vegetation und auch die noch immer unübersehbaren Spuren kolonialer Vergangenheit im Stadtbild.
Margot Wallard verwebt in ihrer Ausstellung das Bildarchiv ihrer Großmutter mit eigenen Bildern aus Algerien und mit Fotografien, die sie von ihrer Großmutter in ihren letzten Lebensjahren in Frankreich aufgenommen hat.
Samstag, 03.10.26, 22:00
Talk im Rahmen der Langen Nacht der Museen:
Gespräch zwischen Margot Wallard und Birgit Sattlecker (FOTOHOF)
News
Die Stadtgalerie Lehen, das Literaturhaus Salzburg und FOTOHOF am Stadtwerk laden gemeinsam zum Galerienspaziergang durch das Viertel ein!
Immer an einem Mittwoch, unter dem Motto »Lehen sehen«, kostenlos, jeden zweiten Monat, ganz locker, mit Fragen und Antworten, Künstler:innen, Kurator:innen und Werken »hautnah« und einer Menge Infos rundherum.
Treffpunkt: Stadtgalerie Lehen | Inge-Morath-Platz 31 | 5020 Salzburg
→ Zur Ausstellung: Salon der Fotografie: Nicéphore Niépce zu Ehren
FOTOHOF>CALLING bietet Künstler:innen seit 2021 eine Plattform, ihre fotografischen Arbeiten zu präsentieren und mit anderen Positionen der zeitgenössischen Fotografie in Austausch zu treten. Das Format schafft Möglichkeiten der Vernetzung und fördert den Dialog innerhalb der Szene. Aus 380 Einreichungen hat das Team des FOTOHOF 25 Projekte ausgewählt, die auf calling.fotohof.at sowie im Magazin veröffentlicht werden. Davon werden die elf Künstler:innen der Shortlist nach Salzburg eingeladen, um ihre Projekte persönlich zu präsentieren und Feedback von eingeladenen Expert:innen zu erhalten. Eine erste Preview der diesjährigen Auswahl war bereits im Sommer im Rahmen einer Projektion in Arles zu sehen. Nun freuen wir uns, die Projekte anlässlich der Langen Nacht der Museen auch in Salzburg zu zeigen.
Mit Arbeiten von: Pavle Banović, Rudolf Bonvie, Rhune Bervoet, Konrad Bryczek, Mark Chehodaiev, Marija Đondović, Melanie Forsthuber, Tim Gassauer & Manu Gruber, Alexander Henting, Ronja Hermann, Claudia Holzinger, Jana Islinger, Hyun Jang, Ruslana Kliuchko, Anie Maki, Jakob Nonnen, Jakub Nowaczyk, Martin Schgaguler, Oliver Schützinger, Michał Solarski, Maria Sturm, Emese Tóthová, Ulrike Unterbruner, Annika Weertz, Masha Wysocka.
Mehr Informationen: calling.fotohof.at
Magazin Präsentation & Projektion
Dieses Jahr wurden elf Künstler:innen nach Salzburg eingeladen, um ihre Arbeiten mit dem Team des FOTOHOF und Expert:innen zu besprechen. Am Abend zeigen Künstler:innen ihre beim Open Call 2026 eingereichten Arbeiten in Form von Popup-Präsentation in den Workshop-Räumen der Galerie.
Das Publikum sieht die Projekte als mitgebrachte Prints, Portfolios oder Buchdummies und kann mit den anwesenden Künstler:innen ins Gespräch kommen und sich austauschen. Anschließend findet die Präsentation des FOTOHOF>CALLING Magazin 2026 statt und die 25 Arbeiten der Longlist sind begleitet von einem DJ-Set als Open-Air-Projektion auf dem Vorplatz der Galerie zu sehen.
Künstler:innen: Pavle Banović, Mark Chehodaiev, Marija Đondovic, Melanie Forsthuber, Tim Gassauer, Alexander Henting, Ronja Hermann, Ruslana Kliuchko, Jakob Nonnen, Jakub Nowaczyk, Masha Wysocka.
Expert:innen: Margot Wallard, Fotografin aus Frankreich; Magdalena Vukovic, Kuratorin am Photoinstitut Bonartes Wien; István Virágvölgyi künstlerischer Leiter des Capa Center Budapest; Lisa Ortner-Kreil, Kuratorin an der Landesgalerie Niederösterreich.
Programm Lange Nacht
Popup-Präsentationen
20:00 Uhr, FOTOHOF>BIBLIOTHEK
Magazin Release und Projektion
21:00 Uhr, FOTOHOF>GALERIE
DJ-Set: Jan Leitner
Talk mit Margot Wallard
22:00 Uhr, FOTOHOF>GALERIE
Gespräch im Rahmen der aktuellen Ausstellung »Oran« zwischen der französischen Künstlerin Margot Wallard und Birgit Sattlecker (FOTOHOF)
→ Zur Ausstellung: Salon der Fotografie: Nicéphore Niépce zu Ehren
Als Enkelin einer »Pied-Noir« (einer Bezeichnung der französischen Bevölkerung in Algerien während der gewaltvollen französischen Kolonialherrschaft 1830-1962) versucht Margot Wallard die Unbeständigkeit und Wandelbarkeit der Erinnerung widerzuspiegeln und sie durch eine neue Perspektive zu erweitern.
Bei ihren Besuchen in Oran zwischen 2018 und 2020 entdeckt sie die Stadt mit ihrer Kamera und trifft im Zuge ihrer biografischen Spurensuche auf eine neue Generation: präsent, komplex und selbstbestimmt. Dabei entstehen Porträtserien rund um das Bonbon Café, sie fotografiert Straßenszenen, urbane Vegetation und auch die noch immer unübersehbaren Spuren kolonialer Vergangenheit im Stadtbild.
Margot Wallard verwebt in ihrer Ausstellung das Bildarchiv ihrer Großmutter mit eigenen Bildern aus Algerien und mit Fotografien, die sie von ihrer Großmutter in ihren letzten Lebensjahren in Frankreich aufgenommen hat.
Samstag, 03.10.26, 22:00
Talk im Rahmen der Langen Nacht der Museen:
Gespräch zwischen Margot Wallard und Birgit Sattlecker (FOTOHOF)
Salon der Fotografie
Wir wollen das runde Jubiläum »200 Jahre Fotografie« durch eine Ausstellung feiern, die mit Interesse und Humor den Blick hinein in die Arbeitszimmer von Salzburger Fotograf:innen ermöglicht: Das Ausstellungskonzept fußt auf der Einladung, im eigenen Werk die jeweils als solche definierte früheste Arbeit herauszufinden und für eine Ausstellung bereitzustellen, als Vintage oder auch als Rekonstruktion.
Die kuratorische Idee setzt auf die Annahme, damit unterschiedlichste Zugänge und Konzeptionen für ein sich danach entwickelndes späteres Werk sichtbar und diskutabel zu machen. Die Anzahl der Teilnehmer:innen ergibt die Form der Präsentation – den »Salon de Paris« des 19. Jahrhunderts – eine exzessive räumliche und inhaltliche Konzentration unterschiedlichster Charaktere und formaler Konzeptionen.
→ Zur Ausstellung: Salon der Fotografie: Nicéphore Niépce zu Ehren