Julius Deutschbauer
(noch kleben die plakate...)*
05.04.–01.06.2024
FOTOHOF Galerie
Seit über 30 Jahren entwickelt Julius Deutschbauer öffentlichkeitswirksam und stets zeitaktuell ein komplexes künstlerisches Werk, das sich in Form von klassischen A1-Plakaten unübersehbar präsentiert. Die im Eigenauftrag entstandenen und in dieser Ausstellung in ihrer Gesamtheit präsentierten 213 Plakate zeigen den Künstler als permanenten Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen. Dabei setzt er sich auf satirische Weise mit Fragen der Politik, der Sprache und den Medien auseinander.
Die Fotografie ist – wie bei vielen Performancekünstler:innen - ein entscheidendes Medium bei der Realisierung der Arbeiten. Deutschbauer am Plakat, immer ernst blickend, mit Texten und Kommentaren zur politischen Lage, aber auch zu Ausstellungen, Performances, Festivals, wird zu einer ikonischen vieltausendfach vervielfältigten und im öffentlichen und privaten Räumen affichierten Kunstfigur. Seine Selbstinszenierung steigert er teilweise bis zur Peinlichkeit und lässt dem Betrachter stets gegenpolige Interpretationsmöglichkeiten offen.
* H. C. Artmann, Manifest
News
Finissage der Ausstellung »(noch kleben die plakate...)* von Julius Deutschbauer.
Alle Plakate zur freien Entnahme!
Julius Deutschbauer
»Die Bibliothek ungelesener Bücher«
am Freitag, 26.04.24, 19 Uhr
>19:00 Uhr: Julius Deutschbauer über die »Bibliothek ungelesener Bücher«
>20:00 Uhr: Emily Artmann liest aus »in einem mantel aus fischhaut«
Der performative künstlerische Ansatz von Julius Deutschbauer sowie die Gleichbedeutung von Sprache und Bild in seinem Werk zeigen sich in seiner Initiative der »Bibliothek ungelesener Bücher«. Seit 1997 interviewt er als Bibliothekar (im grauen Arbeitsmantel) Leser:innen zu Büchern, die zwar in aller Munde sind, die aber kaum jemand liest − und die diese selbst auch nicht gelesen haben. Spitzenreiter ist die Bibel, dicht gefolgt von Robert Musils »Der Mann ohne Eigenschaften«. Die inzwischen fast 800 Objekte umfassende Bibliothek wurde in unzähligen Veranstaltungen in unterschiedlichsten Städten durch ungelesene Bücher und Audiofiles der Interviews zusammengetragen und wird im Zuge des Rahmenprogramms zur Ausstellung »(noch kleben die plakate...)*« erweitert.
»auf der linken Schulter liegend / kommen dir andere Gedanken«
− Emily Artmann, in einem mantel aus fischhaut, Ottensheim: Edition Thanhäuser 2021, S. 42
*H. C. Artmann, Manifest
Julius Deutschbauer
Seit über 30 Jahren entwickelt Julius Deutschbauer öffentlichkeitswirksam und stets zeitaktuell ein komplexes künstlerisches Werk, das sich in Form von klassischen A1-Plakaten unübersehbar präsentiert. Die im Eigenauftrag entstandenen und in dieser Ausstellung in ihrer Gesamtheit präsentierten 213 Plakate zeigen den Künstler als permanenten Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen. Dabei setzt er sich auf satirische Weise mit Fragen der Politik, der Sprache und den Medien auseinander.
»(noch kleben die plakate...)*. Plakate 1993−2024«
>Dauer: 05.04.−01.06.24
>zur Eröffnung spricht: Elisabeth von Samsonow
* H.C. Artmann, Manifest
Wolf Suschitzky Fotopreis
Der FOTOHOF zeigt in dieser Ausstellung des »Wolf Suschitzky Fotopreis 2023« Werke der beiden Gewinnerinnen und je 4 Künstler:innen der Shortlist aus Österreich und Großbritannien.
Winners: Moira Lovell (UK), Olivia Coeln (Austria)
Shortlist: AT: Nicole Maria Winkler, Julius Werner Chromecek, Philipp Hoelzgen, Sona Andreasyan. UK: Alfie White, Andreas Billman, Cal Cole, Jan McCullough.
>Dauer: 05.04.−01.06.24