Edith Tudor-Hart
Ein klarer Blick in turbulenten Zeiten
07.06.–03.08.2024
FOTOHOF Galerie
Kuratiert von Stefanie Pirker, FOTOHOF
Das Werk der österreichisch-britischen Exilfotografin Edith Tudor-Hart (1908−1973) wird in der Ausstellung »Ein klarer Blick in turbulenten Zeiten« in einer umfangreichen Retrospektive gezeigt. Das FOTOHOF>ARCHIV hat in den letzten Jahren alle noch vorhandenen Negative, einen umfangreichen Bestand an Vintage Prints und ihr Scrapbook (ein Sammelalbum ihrer Publikationstätigkeit) erhalten, die jetzt zum ersten Mal gesammelt der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Edith Tudor-Hart (geb. Edith Suschitzky) war eine zentrale Protagonistin der Sozialdokumentarischen Fotografie zwischen 1930 und 1955. Sie wies auf gesellschaftliche Missstände hin, behandelte Themen wie Armut, Integration und Frauenrechte und bildete die Lebensbedingungen der arbeitenden Klasse ab. Ihr Werk ist von der Stilrichtung des Neuen Sehens beeinflusst und leistete einen wichtigen Beitrag zur Darstellung progressiver Erziehungsmethoden, modernistischer Architektur und des modernen Tanzes. Aus einer jüdischen Familie in Wien stammend und als überzeugte Kommunistin war ihr Lebensweg von politischer Verfolgung und persönlichen Schicksalsschlägen gezeichnet. Während ihres Lebens kämpfte Edith Tudor-Hart gegen den aufkommenden Faschismus und die Ausgrenzung von Minderheiten an und vereint in ihrem Werk persönliche Haltung mit dem gesellschaftlichen Abbild ihrer Zeit.
Diese Ausstellung wurde aus Mitteln des Zukunfts-Fonds der Republik Österreich und des Österreichischen Nationalfonds gefördert.
News
Im Rahmen der Retrospektive der Fotografin Edith Tudor-Hart spürt der FOTOHOF in einer kommentierten Präsentation von Filmausschnitten dem Leben der berümten Fotografin und Spionin nach. Am Gespräch beteiligen sich Peter Stephan Jungk, Autor der Biografie »Die Dunkelkammern der Edith Tudor-Hart«. Lillian Birnbaum, Fotografin und Produzentin des Films »Tracking Edith«, der auf Grundlage dieses Buches hergestellt wurde. Manfred Mittermayer, der sich als Literaturwissenschaftler mit der Arbeit des Autors beschäftigt, leitet die Diskussion.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung in der FOTOHOF>GALERIE statt. Vor und nach dem Gespräch besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Im Fokus des Gesprächs wird die Frage stehen, inwieweit Edith Tudor-Hart als Spionin gegen Großbritannien und für die Sowjetunion aktiv war und wie sich ihre Haltung als sozial engagierte Fotografin und als politisch aufmerksame Zeitgenossin in Einklang bringen lassen.
Edith Tudor-Hart (geb. Edith Suschitzky) war eine zentrale Protagonistin der Sozialdokumentarischen Fotografie zwischen 1930 und 1955. Sie wies auf gesellschaftliche Missstände hin, behandelte Themen wie Armut, Integration und Frauenrechte und bildete die Lebensbedingungen der arbeitenden Klasse ab. Ihr Werk ist von der Stilrichtung des Neuen Sehens beeinflusst und leistete einen wichtigen Beitrag zur Darstellung progressiver Erziehungsmethoden, modernistischer Architektur und des modernen Tanzes. Aus einer jüdischen Familie in Wien stammend und als überzeugte Kommunistin war ihr Lebensweg von politischer Verfolgung und persönlichen Schicksalsschlägen gezeichnet. Während ihres Lebens kämpfte Edith Tudor-Hart gegen den aufkommenden Faschismus und die Ausgrenzung von Minderheiten an und vereint in ihrem Werk persönliche Haltung mit dem gesellschaftlichen Abbild ihrer Zeit.
Die Stadtgalerie Lehen und FOTOHOF am Stadtwerk laden gemeinsam zum Galerienspaziergang durch das Viertel ein!
Unter dem Motto »Lehen sehen«, kostenlos, ungefähr einmal im Monat, ganz locker, mit Fragen und Antworten, Künstler*innen und Werken »hautnah« und einer Menge Infos rundherum.
Treffpunkt: Stadtgalerie Lehen / Inge-Morath-Platz 31 / 5020 Salzburg / Austria
Mit dieser retrospektiv angelegten Ausstellung erfährt das sich im FOTOHOF>ARCHIV befindende Werk der österreichisch-britischen Exilfotografin Edith Tudor-Hart eine neue Aufarbeitung. Als zentrale Protagonistin der sozialdokumentarischen Fotografie zwischen 1930-1955 wies sie auf gesellschaftliche Missstände hin und behandelte Themen wie Armut, Integration und Frauenrechte und portraitierte die Lebensbedingungen der arbeitenden Klasse. Zudem zeugt ihr Werk von avantgardistischen Elementen des Neuen Sehens und leistet einen enormen Beitrag zur Darstellung progressiver Erziehungsmethoden, der modernistischen Architektur und des modernen Tanzes.