Leo Kandl
Brünner Straße
05.12.2025–31.01.2026
FOTOHOF Galerie
Leo Kandl setzt sich in seinem umfangreichem fotografischen Werk seit Jahrzehnten immer wieder mit seiner unmittelbaren Lebensumgebung, dem ehemals bäuerlich geprägten Arbeiterbezirk Floridsdorf, auseinander. Leo Kandls Eltern betrieben bis in die 1960er Jahren in der Brünner Straße 165 ein Geschäft für Farben, Lacke, Drogeriewaren und Haushaltsartikel.
Der 21. Bezirk wird in Kandls »Street Photography« zur Kulisse, in der sich – live – der zumeist unspektakuläre Alltag der angestammten und zugewanderten Bewohner:innen ereignet. Kandl agiert fotografisch zurückhaltend, vermeidet vordergründig »spannende« Perspektiven und »entscheidende Momente«. Menschen halten sich auf Plätzen und Straßen auf oder bewegen sich durch den Stadtraum, wobei sich das Interesse des Fotografen weniger auf das Porträtieren einzelner Personen als auf die nüchterne Darstellung von Situationen und Konstellationen im öffentlichen Raum richtet. Seine Bilder eröffnen ein breites gesellschaftliches Panorama und deuten mögliche soziale Spannungsfelder, kulturelle Differenzen, Prekarität und gesellschaftliche Exklusion subtil an, zeigen aber wesentlich die unspektakuläre Normalität der Vorstadt.
News
Die Stadtgalerie Lehen, Galerie Eboran und FOTOHOF am Stadtwerk laden gemeinsam zum Galerienspaziergang durch das Viertel ein!
Immer an einem Mittwoch, unter dem Motto »Lehen sehen«, kostenlos, ungefähr einmal im Monat, ganz locker, mit Fragen und Antworten, Künstler:innen, Kurator:innen und Werken »hautnah« und einer Menge Infos rundherum.
Treffpunkt: Stadtgalerie Lehen | Inge-Morath-Platz 31 | 5020 Salzburg
→ Zur Ausstellung: Brünner Straße
→ Zur Ausstellung: Buchumschlag! Fotomontagen im politischen Kampf der 1930er-Jahre in Österreich
Leo Kandl setzt sich in seinem umfangreichem fotografischen Werk seit Jahrzehnten immer wieder mit seiner unmittelbaren Lebensumgebung, dem ehemals bäuerlich geprägten Arbeiterbezirk Floridsdorf, auseinander.
Buchumschlag!
Bücher, Broschüren oder Heftchen dienten als »kleine Plakate«, die mithilfe unterschiedlichster Kombinationen von Fotografien und Schrift um Aufmerksamkeit warben. Wirklichkeitssplitter, zusammengesetzt zu aggressiven Montagen, spiegelten die Verzweiflung über die wirtschaftliche Lage.